Diagnose

 

Jodsättigungstest

Die Methode des Jodsättigungstests zur genauen Bestimmung der Jodversorgung des ganzen Körpers – nicht nur der Schilddrüse – wurde von den amerikanischen Ärzten Dr. Brownstein und Dr. Abraham entwickelt.

Nach Gabe einer Jod-/Jodid-Verbindung – wie der Lugol´schen Lösung – wird der Urin 24 Stunden lang gesammelt. Eine daraus entnommene Probe wird im Labor analysiert. Ist die Jodversorgung optimal, werden mindestens 90% der eingenommenen Jodmenge über den Urin ausgeschieden. Werden weniger als 90% ausgeschieden, deutet dies auf einen Jodmangel.

Vor dem Jodsättigungstest sollte unbedingt eine Schilddrüsen- und Nierendiagnostik stattfinden. Zwar eignet sich eine hochdosierte Jodgabe zur Behandlung einer jodmangelbedingten Schildrüsenunterfunktion bzw. Schilddrüsenvergrößerung, allerdings könnten mögliche entzündliche Prozesse angefacht werden. Ein Jodsättigungstest ist daher nicht (im akuten Schub) einer Hashimoto thyreoiditis oder eines Morbus Basedow geeignet.

Da recht hohe Jodmengen nach dem Test über die Nieren ausgeschieden werden, sollte der Test nur bei gesunder Nierenfunktion durchgeführt werden. Hierzu können vorab Cystatin C, Serum-Kreatinin beziehungsweise die Kreatinin-Clearance bestimmt werden. 

Der Nutzen des Jodsättigungstests beruht auf der Erkenntnis, dass Jod nicht nur für die Produktion von Schilddrüsenhormonen gebraucht wird. So finden sich neben der Schilddrüse beachtliche Jodmengen in den Brustdrüsen und Eierstöcken der Frau, der Prostata des Mannes, sowie in Haut, Bindegeweben, Leber, Muskulatur, Knochen und anderen Organen. Ein Jodmangel in diesen Geweben und Organen kann neben Schilddrüsenerkrankungen zu zum Teil erheblichen gesundheitlichen Problemen führen. Insbesondere der Zusammenhang zwischen Jodmangel und Brustkrebs wurde in verschiedenen Studien untersucht.

Laborgestützte medizinische Diagnostik und ganzheitliche Behandlung
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