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Hormonelle Störungen

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Hormonelle Störungen verbergen sich hinter vielen Beschwerden, die auf den ersten Blick keinen rechten Sinn ergeben.

Den Betroffenen geht es schlecht. Sie leiden unter Symptomen wie bleierne Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Blutdruckschwankungen, Hitze- oder Kältegefühlen, Verdauungsstörungen und depressiven Verstimmungen.

Da trotz zum Teil massiver Beschwerden die Standardblutbilder der Schulmediziner oft unauffällig sind und auch eine erweiterte apparative Diagnostik häufig keine Befunde zu Tage bringt, werden die Beschwerden der Patienten nicht selten als psychosomatisch abgestempelt. Viele Patienten werden dann mit einem Rezept für ein Antidepressivum und vielen unbeantworteten Fragen nach Hause geschickt.

Dass sich hinter der diffusen Symptomatik oft hormonelle Störungen verbergen, die durch das Raster schulmedizinischer Diagnostik fallen, wird häufig übersehen.

Das hat verschiedene Gründe:

  1. Die Schulmedizin bestimmt nicht alle relevanten Werte.
    • Zur Diagnostik der Schilddrüsenfunktion wird meist nur der TSH-Wert (Schilddrüse stimulierendes Hormon aus der Hypophyse), selten aber die Hormone der Schilddrüse selbst, nämlich T3 und T4 bestimmt. Zudem wird kaum berücksichtigt, ob die Aktivierung von T4 zu T3 ausreichend ist.
    • In der Beurteilung der Nebennierenfunktion gibt es nur ein ganz oder gar nicht. Entweder funktioniert die Nebenniere super und produziert die Stresshormone Adrenalin und Cortisol in ausreichendem Maße oder sie ist völlig insuffizient (Morbus Addison – ein recht seltenes Krankheitsbild, das mit Kortison behandelt werden muss). Dass es durch langanhaltende Stressbelastung zu einer Erschöpfung der Nebennieren – auch Nebennierenschwäche genannt – kommen kann, wird von der Schulmedizin weitestgehend ignoriert. Dabei könnte diese Schwäche – die mit ganzheitlichen Methoden behandelt werden kann – mit einem Cortisol-Tagesprofil nachgewiesen werden.
  2. Unterschiedliche Interpretation der Normwerte
    • Ein gutes Beispiel ist die Bewertung des TSH-Wertes zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. Schulmedizinisch werden die Werte meist großzügiger interpretiert. Als normal werden Werte zwischen 0,27 und 4,2 mU/l betrachtet. Als optimal gelten jedoch Werte zwischen 0,4 ud 2,5 mU/l. Daher kann beispielsweise ein TSH-Wert von 3,0 mU/l als unbedenklich bewertet worden sein, obwohl der Patient unter einer latenten Schilddrüsenunterfunktion leidet.
  3. Nicht-beachten von Co-Faktoren
    • Mit Co-Faktoren sind andere Stoffe außer den Hormonen der betreffenden Hormondrüse selbst gemeint, die für die gesunde Funktion der Drüse verantwortlich sind. So spielt neben Jod – das bekanntermaßen gebraucht wird zur Bildung der Schilddrüsenhormone – das Spurenelement Selen eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von T4 in das deutlich aktivere Schilddrüsenhormon T3. Die Nebennieren brauchen wiederum Pantothensäure (Vitamin B5) für ihre gesunde Funktion. Als Co-Faktoren können auch die Hormone der jeweils anderen Hormondrüsen gesehen werden. So wird die Funktion der Schilddrüse beeinflusst durch das Geschlechtshormon Progesteron sowie das Stresshormon Cortisol aus den Nebennieren. Die Schilddrüse wiederum wirkt auf die Bildung von Geschlechtshormonen ein, was eine verminderte Libido bei Schilddrüsenunterfunktion erklärt.
  4. Rein symptomatische Behandlung der Krankheitssymptome
    • Die Behandlung von hormonellen Störungen sollte sich nicht auf die Gabe von künstlichen Hormonen beschränken. Auch sollten Begleiterscheinungen von hormonellen Störungen, wie Depressionen und Kopfschmerzen, nicht allein medikamentös behandelt werden. Vielmehr macht es Sinn, zugrundeliegende Störungen des Stoffwechsels zu diagnostizieren und ursächlich zu behandeln. Hierzu kann eine Ernährungsumstellung, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (Co-Faktoren!) und gegebenenfalls die Einnahme bio-identischer Hormone gehören.

 

Was wir für Sie tun können

Um die Ursachen hormoneller Störungen zu erfassen, ist eine ganzheitliche Diagnostik empfehlenswert. Hierzu gehört eine umfassende Labordiagnostik unter Einbeziehung der Co-Faktoren ebenso wie eine ausführliche Anamnese und die Bewertung der Lebenssituation.

  1. Anamnese und Diagnose hormoneller Störungen: In einem ausführlichen Gespräch wird die persönliche Krankengeschichte genau beleuchtet. Dabei spielen die gesamte derzeitige Symptomatik als auch frühere Erkrankungen und Symptome eine wichtige Rolle. Vorhandene Befunde werden besprochen und dienen als Basis für eine weiterführende Diagnostik.
  2. Speicheltest zur Erstellung eines Hormonprofils, der im Labor analysiert und von uns ausgewertet wird.
  3. Blutentnahme und Auswertung weiterer Laborparameter: Bestimmung der verschiedenen Hormone im Blutserum. Bestimmung von Parametern (TPO, MAK, TRAK) die auf mögliche Entzündungen (wie Hashimoto thyreoiditis) schließen lassen. Versorgung mit Mikronährstoffen, Vitaminen (Vitamin D, B 12 und andere), Ermittlung von nitrosativem und oxidativem Zellstress, Test auf Nahrungsunverträglichkeiten.
  4. Zielgerichtete Empfehlungen zur Nährstoffeinnahme gemäß den Laborergebnissen, Check-up der Laborwerte zur Verlaufskontrolle.
  5. Spezielle Ernährungsberatung gemäß der Anamnese und Laborergebnisse.
  6. Stressbewältigende Maßnahmen:Massagen, Homöopathie, Hypnose und Coaching.
Laborgestützte medizinische Diagnostik und ganzheitliche Behandlung
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